Schulzeit in Leipzig

~ Die Shows

Ende der 60ger, Anfang der 70ger Jahre wurden dann zunehmend die Fernseh- und Samstagabendshows populär und wir durften im zarten Teenageralter auch schon mal mitlachen, -raten und staunen. Zunächst, sollte man an dieser Stelle auch erwähnen, dass es damals noch eine Berufsgruppe gab, die heute völlig von der Bildfläche verschwunden ist. Nämlich die Fernsehansagerinnen



 

Sowohl tagsüber als auch abends wurde das Fernsehpublikum von einer netten Dame mit kurzen Infos zu Shows und Filmen durchs Programm begleitet. Aus Kostengründen hat man dies abgeschafft, weil sich die Zeit besser ausfüllen lässt mit Werbeblocks und Trailern. Lediglich Schweden erlaubt sich noch den "Luxus" mit Fernsehansagerinnen.




Einer der ersten sogenannten Showmaster war Hans-Joachim Kuhlenkampf mit der Samstagabendshow
"Einer wird gewinnen"
1969



Einer wird Gewinnen, das war Fernsehunterhaltung auf höchstem Niveau! Hans -Joachim Kulenkampff als Moderator, hatte neben musikalischen Showacts 8 Kandidaten aus verschiedenen europäischen Ländern,  4 Kandidaten zogen ins Halbfinale und mussten sich mit Antworten auf Fragen zum Allgemeinwissen und Geschicklichkeitsspielen an die Spitze "kämpfen". Höchstgewinnsumme waren: 8.000,- DM. 


Besonders populär war Dieter Thomas Heck als Moderator mir der
"ZDF-HITPARADE"
1970




 

Hier wurden die TOP-Hits der deutschen Schlager ermittelt.

 



Schon ein Jahr später folgte die
"ZDF-disco"
1971





...mit Ilja Richter als Moderator und wer kennt nicht seinen Spruch am Showbeginn:
"Licht aus...Wwwommm..Spot an"




Eine der ersten Spiel- und Rateshows mit Hans Rosenthal als Moderator war
"DALLI DALLI"
1971

 
 

 

In dieser Show mussten 8 Kandidaten mit Wort- und Aktionsspielen gegeneinander antreten. Nach jeder Aufgabenstellung gab Hans Rosenthal das Startsignal mit dem Ausruf: "Dalli, Dalli"




Ein wahrer "Strassenfeger" war die Samstagabendshow
"Ein Kessel Buntes"
1972




 

Diese Samstagabendshow wurde erstmals im Januar 1972 vom DDR-TV ausgestrahlt und sollte ein sogenanntes "Konkurrenzformat" zu den Unterhaltungsshows von ARD und ZDF sein. Es war eine der wenigen Shows in der auch für internationale Stars investiert wurde. Ausstrahlungsort war der Friedrichstadtpalast in Berlin. Absolute WELTKLASSE damals wie heute - das Fernsehballett. Im Januar 1991 übernahm die ARD das Showformat, stellte es dann aber nach der letzten Sendung am 19. Dezember 1992 ein.




Die Moderatoren Uschi Nerke & Manfred Sexauer präsentierten erstmalig den
"Musikladen"
1972




 ...auch hier wurden nationale & internationale Stars mit ihren Hits präsentiert.




 Als eine der ersten erfolgreichen Comedyshows kam dann
"Klim Bim"
1973




 

...auf den Bildschirm mit Sketchen einer Familie Klim Bim, deren Tochter "Gabi" dargestellt von Ingrid Steeger und der schrägen Mutter "Yolante KlimBim" dargestellt von Elisabeth Volkmann.



 

Die große Samstagabend-Spielshow
"Am laufenden Band"
folgte 1974 





Am laufenden Band war eine Quizsendung mit Rudi Carell.Vom 27. April 1974 bis zum 31. Dezember 1979 entstanden 51 Folgen.Vier Kandidatenpaare spielten gegeneinander. Die Paare scheiden im K. o. System aus, das Siegerpaar spielt in der Finalrunde gegeneinander. Der Sieger nimmt vor einem Laufband Platz, auf dem verschiedene kleinere Gegenstände oder Symbole vorbeilaufen. Alles, was der Kandidat davon hinterher richtig aufzählen kann, darf er mit nach Hause nehmen. Hinter den Symbolen verbergen sich auch größere Preise wie Reisen und jeweils ein Überraschungspreis, der durch ein Fragezeichen symbolisiert wird.



 

Die Samstagabend Quizshow
"Der Große Preis"
1974




...war bis 1993 regelmäßig im ZDF zu sehen. Die Sendung wurde fast zwanzig Jahre und über 200 Folgen lang von Wim Thoelke moderiert. Für jede Sendung wurden drei Kandidaten ausgewählt, die sich mit einem selbst ausgesuchten Spezialgebiet bewarben. Zu jedem Kandidaten lud man einen Experten ein, beispielsweise Professoren des betreffenden Fachgebiets. Zum Thema Coco Chanel kam Karl Lagerfeld. Die Gewinne sahen nach heutigen Maßstäben bescheiden aus, 10.000 Mark erforderten schon mutiges Vorgehen. Nach der zweiten Runde tönte es laut „Thööölke“ im Studio und der teuerste Teil der Sendung, aber auch deren Höhepunkt begann: Wim Thoelke begegnete den Zeichentrickfiguren Wum und Wendelin. Für eine Generation deutscher Schulkinder hieß es: Ihr dürft zugucken, bis Wum und Wendelin kommen, danach geht es ins Bett.




Eine weitere humoristische Fernsehserie folgte mit
"Nonstop Nonsens"
1975



 

Bis 1980 gab es in der ARD Comedy & Sketche mit Dieter Hallervorden. Kultsprüche waren: "Hach, ist das aufregend" und "Palim, palim (symbolisch für Didis Klingeln an der Tür)




Auch die Samstagabendshow mit Joachim Fuchsberger
„Auf Los geht’s los“
1977


...sollte hier nicht vergessen werden.. Die Show beinhaltete Wortspiele zu denen 6 Kandidaten antraten. Die Gewinnsumme für den Sieger lag zwischen 4.000,- und 8.000,- DM. Unter den Fernsehzuschauern die das Lösungswort per Postkarte einsenden konnten wurde eine Fernreise verlost. Habt ihr auch mal Lust zu raten???
Dann




Ebenfalls ein absolutes "Muss" war die Sendung
"Plattenküche"
1977




Mit Helga Feddersen & Frank Zander als Moderatoren. Auch hier wurden die aktuellen Hits mit Comedyeinlagen präsentiert. Für alle die sich noch daran erinnern hier der Showbegrüssungssong:

 

Hallo ihr daheim,
Plattenküchen-Time
Seid ihr alle spitz
auf Stars und Gags und Hits
Plattenküchen-Time
Alles bleibt daheim
Come on friends let's go
zur Plattenküchen Show
Und hier sind Gott sei Dank:
Helga und Frank


Online seit 28. November 2008


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